Globale Unternehmen sehen sich mit wachsenden rechtlichen Anforderungen konfrontiert, weshalb ihre Rechtsabteilungen und externen Anwälte nach neuen Wegen suchen, um operative Spitzenleistungen zu erzielen - und Workflow-Automatisierungssoftware ist einer dieser Ansätze.
Die soeben erschienene 2017 HBR Consulting Umfrage unter Rechtsabteilungen ergab, dass 82 % der Befragten davon ausgingen, dass ihr Rechtsbedarf im nächsten Jahr steigen würde, gegenüber 79 % im letzten Jahr. Zu den Bereichen, in denen der Bedarf am stärksten zunimmt, gehören Handelsverträge, die Einhaltung von Vorschriften und internationale Geschäftseinheiten.
Um diesem Anstieg gerecht zu werden, versuchen sie, die betriebliche Effizienz zu steigern, wie Lauren Chung, Geschäftsführerin und Redakteurin für Umfragen bei HBR, erklärt:
"Anwaltskanzleien bauen interne Kapazitäten auf, erweitern ihre Fähigkeiten und steuern die Nachfrage effektiv, indem sie ihre internen Kunden zu mehr Selbstständigkeit erziehen. Durch die Nutzung der verfügbaren Technologie optimieren die Rechtsabteilungen ihre internen Ressourcen und automatisieren Routineaufgaben."
Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage decken sich weitgehend mit dem, was wir in unserer eigenen Arbeit mit Kunden beobachten. Die Rechtsabteilungen treiben den Wandel im gesamten Rechtsbereich voran, indem sie eine gut durchdachte Organisationsstruktur schaffen, Ineffizienzen abbauen und neue innovative Technologien einführen, um den wachsenden rechtlichen Anforderungen flexibler gerecht werden zu können.
Neue Taktiken ausprobieren
Laut dem Bericht streben sie unter anderem nach Effizienz und Kostensenkung, und wie sehen wir die Workflow-Automatisierung dabei?
- Stärkerer Einsatz von Technologie und Analytik: Mehr Rechtsabteilungen nutzen Analyse- und Workflow-Tools, KI und andere Lösungen. 46 % der Befragten gaben an, dass sie eine Plattform für juristische Analysen nutzen, im Vergleich zu 39 % im Jahr zuvor. Workflow-Software-Tools gehörten neben der Analytik zu den fünf wichtigsten Technologiebereichen, in denen Rechtsabteilungen und Kanzleien Lösungen implementieren wollten.
- Einführung von Exzellenzzentren (CoE) für Verträge: 79 % der Rechtsabteilungen verwalten Verträge mit Hilfe einzelner interner juristischer Ressourcen, aber der Einsatz von CoEs ist auf dem Vormarsch. Die Workflow-Automatisierung ist ein offensichtliches Instrument für die Zentralisierung und Standardisierung von Verträgen als Teil der Prozesse eines CoEs, wodurch sich die Rechtsabteilung auf wichtigere Aufgaben konzentrieren kann.
- Juristisches Outsourcing und alternative Dienstleistungsanbieter: Die Auslagerung juristischer Arbeiten an externe Dienstleister hält die Kosten niedrig, und 21 % der Befragten lagern ihre Arbeit auf diese Weise aus. Ein System zur Workflow-Automatisierung kann eine zentrale Überwachung auch von externen Anbietern bieten und "das juristische Ökosystem vereinen", wie es einer unserer eigenen Legal Ops-Anwender kürzlich ausdrückte.