Die wichtigsten Risiken für Dritte im Jahr 2025

Seien Sie den aufkommenden Risiken für Dritte im Jahr 2025 mit proaktiver Sensibilisierung und Strategien zur Risikominderung voraus.

Im Jahr 2025 sehen sich Unternehmen mit einem immer komplexeren Geflecht von Risiken durch Dritte konfrontiert. Angesichts rascher technologischer Fortschritte, geopolitischer Spannungen und verschärfter behördlicher Kontrollen müssen Unternehmen innovative und widerstandsfähige Strategien entwickeln, um ihre Geschäftstätigkeit zu schützen. Ist Ihr Team bereit, Risiken durch Dritte zu bewältigen?

Dieser Blog befasst sich mit den wichtigsten neuen Risiken durch Dritte für das Jahr 2025 und liefert umsetzbare Erkenntnisse zur Stärkung Ihrer Strategie für das Risikomanagement durch Dritte (TPRM).

Trends bei Risiken durch Dritte im Jahr 2025

Die drei Kernrisikobereiche, die wir zunehmend beobachten, sind künstliche Intelligenz (KI), operative Resilienz und Incident Response. Innerhalb jedes Bereichs gibt es spezifische Risiken, die Unternehmen berücksichtigen müssen.

Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz (KI) ist sowohl eine transformative Technologie als auch ein potenzielles Risikofeld. Ihre Integration verspricht zwar Effizienz und Innovation, birgt jedoch auch neue Risiken, darunter:

  • Cyberrisiken: KI-Systeme sind anfällig für neuartige Cyberbedrohungen wie Prompt-Injection-Angriffe und Datenvergiftung, die die Integrität von KI-Modellen gefährden können.
  • Datenqualität und -genauigkeit: Eine schlechte Datenqualität kann zu ungenauen KI-Ergebnissen führen und damit die operativen Risiken erhöhen.
  • Ethische Bedenken: Fragen rund um den ethischen Einsatz von KI, Datenschutz und algorithmische Verzerrungen werden intensiv diskutiert.

Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt reagieren auf diese Herausforderungen. So betonen beispielsweise das EU-KI-Gesetz und das NIST-KI-Risikomanagement-Rahmenwerk die Notwendigkeit von Governance, Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Einsatz von KI. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Vertrauen in KI-Systeme zu fördern und gleichzeitig die mit ihnen verbundenen Risiken zu mindern.

Operative Widerstandsfähigkeit

Auch die operative Widerstandsfähigkeit rückt zunehmend in den Mittelpunkt. Da Lieferketten immer stärker miteinander verflochten sind, birgt die zunehmende Abhängigkeit von Dritt- und Viertanbietern erhebliche Risiken und Herausforderungen, darunter:

  • Stabilität der Lieferkette: Diese Abhängigkeiten führen zu erheblichen Schwachstellen, sodass eine einzige Störung Auswirkungen auf den gesamten Betrieb haben kann.
  • Konzentrationsrisiken: Eine übermäßige Abhängigkeit von einer begrenzten Anzahl von Lieferanten kann die Geschäftskontinuität erheblich beeinträchtigen.
  • Infrastrukturelle Herausforderungen: Infrastrukturausfälle und -störungen, wie der Crowdstrike-Vorfall von 2024, verdeutlichen die Anfälligkeit vernetzter Systeme.
  • Compliance-Risiken: Regulierungsrahmen wie der EU Digital Operational Resilience Act (DORA) betonen die Bedeutung von Resilienzplanung und der Überwachung durch Dritte.

Die Gewährleistung der Geschäftskontinuität und der Nachweis der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften erfordern eine solide Planung und proaktive Strategien.

Incident Response – Cybersicherheitsbedrohungen durch Anbieter

Ebenso dringlich ist das Thema Incident Response. Datenverstöße durch Dritte nehmen zu und verzeichnen einen Anstieg von 49 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Verstöße sind oft auf eine unzureichende Überwachung der Lieferanten zurückzuführen, wodurch Unternehmen anfällig für Ransomware, Phishing-Angriffe und unbefugten Datenzugriff werden. Alarmierend ist, dass TPRM-Programme nur 33 % der Lieferanten aktiv verwalten, was zu erheblichen blinden Flecken führen kann.

Drei Bereiche geben Anlass zur Sorge:

  • Zunehmende Bedrohungslage: Ransomware-Angriffe und Datenverstöße richten sich zunehmend gegen Lieferanten-Ökosysteme.
  • Kommunikation und Wiederherstellung: Die Bewältigung von Cybervorfällen, an denen Dritte beteiligt sind, erfordert eine nahtlose Kommunikation zwischen allen Beteiligten und eine umfassende Wiederherstellungsplanung.
  • Regulatorischer Druck: Richtlinien wie NIS2 in der EU enthalten klare Vorgaben für die Vorbereitung auf Cybervorfälle, die Meldung solcher Vorfälle und die Wiederherstellung nach einem Vorfall.

Proaktive Strategien zur Minderung von Risiken durch Dritte im Jahr 2025

Neue Risiken in den Bereichen KI, operative Resilienz und Incident Response erfordern proaktive und adaptive Strategien. Beachten Sie Folgendes:

1. Daten und Erkenntnisse zentralisieren

Die Zentralisierung von Daten von Drittanbietern ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Durch die Zusammenführung aller Risikoinformationen von Drittanbietern auf einer einheitlichen Plattform können Unternehmen die Transparenz verbessern, die Entscheidungsfindung optimieren und eine einzige zuverlässige Informationsquelle schaffen. Diese Konsolidierung ermöglicht es Risikomanagementteams, Trends zu erkennen und Risiken in Echtzeit zu identifizieren.

2. Förderung der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit

Siloartige Teams behindern ein effektives Risikomanagement. Eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit – unter Einbeziehung der Bereiche IT, Recht, Governance und Risikomanagement – ist für den Umgang mit komplexen Ökosystemen von Drittanbietern unerlässlich. Wenn Entscheidungsträger eine einheitliche Sicht auf die Risiken von Lieferanten haben, können Unternehmen entschlossen handeln und Verzögerungen bei ihren Reaktionen minimieren.

3. Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette

Die Transparenz der Lieferkette muss über die unmittelbaren Lieferanten hinausgehen und auch vierte Parteien und darüber hinaus umfassen. Mit fortschrittlichen Tools und Technologien können Unternehmen ihre Lieferkettenabhängigkeiten umfassend abbilden und überwachen. Diese Transparenz ermöglicht es Ihnen, potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen und gibt Ihnen Zeit, Strategien zur Risikominderung umzusetzen.

4. Automatisieren Sie die laufende Lieferantenüberwachung

Vorbei sind die Zeiten, in denen regelmäßige Lieferantenbewertungen ausreichten. Die rasante Entwicklung von Technologie und Regulierung erfordert einen kontinuierlichen Ansatz zur Überwachung. Mit automatisierten Tools können Unternehmen die Leistung, Compliance und aufkommende Risiken ihrer Lieferanten mit beispielloser Genauigkeit verfolgen. Nutzen Sie externe Bedrohungsinformationen für eine umfassende Risikodeckung. Kontinuierliche Überwachung erleichtert Frühwarnsysteme und ermöglicht proaktive Abhilfemaßnahmen, bevor kleinere Probleme zu größeren Problemen eskalieren.

5. Anpassung an globale Regulierungsstandards

Die Nutzung etablierter Rahmenwerke wie ISO 27001 und NIST CSF gewährleistet die Übereinstimmung mit globalen regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Rahmenwerke gewährleisten nicht nur die Einhaltung von Vorschriften, sondern verbessern auch die Widerstandsfähigkeit und Kommunikationsstrategien. Die Einführung von ISO 27001 kann beispielsweise die Compliance-Bemühungen in mehreren Rechtsräumen rationalisieren, Redundanzen reduzieren und reibungslosere Audits ermöglichen. Unternehmen können ihre Risikomanagementfähigkeiten stärken, indem sie die Einhaltung von Vorschriften in bestehende Prozesse integrieren, ohne ganze Systeme überarbeiten zu müssen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Neue Risiken in den Bereichen KI, operative Widerstandsfähigkeit und Reaktion auf Vorfälle erfordern proaktive und anpassungsfähige Strategien.
  • Die Zentralisierung von Daten von Drittanbietern, die Nutzung kontinuierlicher Überwachung und die Anpassung an etablierte Rahmenwerke sind für ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung.
  • Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sollte in bestehende Prozesse integriert werden, um die Notwendigkeit drastischer Umstellungen zu reduzieren.

Nächste Schritte

Die Risikolandschaft für Dritte im Jahr 2025 ist sowohl herausfordernd als auch voller Chancen. Unternehmen, die proaktiv auf neue Risiken reagieren, fortschrittliche Technologien nutzen und die Zusammenarbeit fördern, sind besser gerüstet, um in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich zu sein.

Wenn du heute in starke TPRM-Strategien investierst, kannst du dein Unternehmen vor den Unsicherheiten von morgen schützen. Warte nicht, bis Risiken eintreten – handle jetzt, um Widerstandsfähigkeit und Vertrauen in deine Beziehungen zu Drittanbietern aufzubauen.

Optimieren Sie Ihre TPRM-Strategie für 2025. Kontaktieren Sie uns oder fordern Sie noch heute eine Demo an, um zu erfahren, wie unsere Lösungen Ihnen helfen können, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Prevalent.net veröffentlicht. Im Oktober 2024 übernahm Mitratech das KI-gestützte Risikomanagement für Dritte, Prevalent. Der Inhalt wurde seitdem aktualisiert und enthält nun Informationen, die auf unser Produktangebot, regulatorische Änderungen und Compliance abgestimmt sind.