3 wichtige Schritte zur Erstellung eines Business Continuity Plans

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Die Entwicklung eines Business Continuity Plans ist in der heutigen unvorhersehbaren Welt von entscheidender Bedeutung. Naturkatastrophen wie Tornados in Oklahoma, Hurrikane in Florida oder Erdbeben in Kalifornien haben gemeinsame Merkmale. Sie sind oft schwer vorhersehbar und können den Betriebsablauf von Unternehmen erheblich stören. Trotz der Zunahme solcher Katastrophen zögern viele Unternehmen, selbst solche, die Cloud-Dienste nutzen, die erforderliche Zeit, Ressourcen und das Budget für einen Business Continuity Plan (BCP) aufzuwenden, um ihr wertvollstes Kapital zu schützen: ihre Mitarbeiter.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie in einen Business Continuity Plan investieren sollen, bedenken Sie die folgenden Fakten:

  • 52 % der Unternehmen hatten in den letzten fünf Jahren mit Betriebsunterbrechungen zu kämpfen.
  • Die durchschnittlichen Kosten einer Datenpanne belaufen sich auf 4,45 Millionen Dollar.
  • 40 % der Kleinunternehmen öffnen nach einer Katastrophe nie wieder ihre Türen.

Sie könnten Business Continuity Services als eine „Versicherungspolice“ betrachten, die Ihr Unternehmen vielleicht nie benötigen wird. Alternativ können Sie einen BCP einrichten, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen den Betrieb schnell wieder aufnehmen kann und Störungen für Ihre Kunden, Mitarbeiter und Partner auf ein Minimum reduziert werden.

Erstellung eines Business Continuity Plans

Denken Sie daran, dass ein BCP nicht komplex oder langwierig sein muss. Es handelt sich lediglich um eine dokumentierte Reihe von Prozessen, die einem Unternehmen dabei helfen sollen, Störungen des Geschäftsbetriebs während eines Ausfalls zu reduzieren.

Wichtige Schritte zur Erstellung eines BCP

1. Rollen und Verantwortlichkeiten skizzieren

Ein guter BCP sollte detailliert beschreiben, was Ihre Mitarbeiter im Katastrophenfall zu tun haben, welche Kommunikationsmethoden erforderlich sind und innerhalb welcher Zeitspanne kritische IT-Dienste verfügbar sein müssen.

  • Erstellen Sie eine Kontaktliste mit den wichtigsten Mitarbeitern, die an der Geschäftskontinuitätsplanung Ihres Unternehmens beteiligt sind, und führen Sie darin Namen, Positionen und Kontaktdaten (sowohl beruflich als auch privat) wie Telefonnummern, E-Mail-Adressen und relevante Social-Media-Handles auf.
  • Geben Sie einen umfassenden Überblick über ihre Rollen und Aufgaben und sorgen Sie für Klarheit darüber, was von jedem Einzelnen während eines Ausfalls erwartet wird.
  • Legen Sie ein dokumentiertes Verfahren für die Aktualisierung Ihres BCP und die Weitergabe dieser Aktualisierungen an das Team fest.

2. Mögliche Gefahren und Folgen analysieren

Nehmen Sie sich die Zeit, um die schlimmsten Szenarien zu identifizieren, die für Ihr Unternehmen, Ihre Branche und Ihren Standort spezifisch sind. Ein Unternehmen mit Sitz in Florida würde beispielsweise die Planung für Hurrikane gegenüber Erdbeben priorisieren. Ein E-Commerce-Unternehmen würde möglicherweise die Risiken und Auswirkungen einer Datenpanne bewerten, während ein Produktionsbetrieb Szenarien im Zusammenhang mit Produktionsausfällen antizipieren könnte.

Anschließend sollten Sie jede potenzielle Katastrophe und ihre voraussichtlichen langfristigen Auswirkungen priorisieren. Skizzieren Sie die geplante Reaktion Ihres Teams auf jedes Szenario. Diese Übung schafft einen Rahmen für die Behandlung der wichtigsten Punkte in Ihrem BCP.

3. Datenverlust berücksichtigen

Ein wesentlicher Aspekt Ihres BCP sollte sich auf Datenverlust und -wiederherstellung konzentrieren. Beginnen Sie damit, mögliche Szenarien aufzulisten, die sich auf Ihre Datenbestände auswirken könnten, wie z. B. gelöschte oder beschädigte Dateien, Ausfälle der Server-Hardware, Viren oder Datenverstöße, die von den privaten Laptops Ihrer Mitarbeiter ausgehen.

Durch die Kategorisierung Ihrer Geschäftsabläufe anhand dieser Faktoren können Sie die geeigneten Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen festlegen. Erwägen Sie den Einsatz cloudbasierter Lösungen für die Wiederherstellung kritischer Daten, da diese einen schnelleren Datenzugriff und eine schnellere Wiederherstellung sowie die Flexibilität des Zugriffs von jedem Standort aus bieten.

Denken Sie schließlich daran, dass die Wirksamkeit des Plans von seiner Umsetzung abhängt. Um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, führen Sie Tabletop-Übungen oder umfassende Tests des Wiederherstellungsprozesses durch. Regelmäßige Übungen tragen dazu bei, eine reibungslose Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs im Katastrophenfall zu gewährleisten und die Rollen und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter zu klären.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Preparis Business Continuity Software veröffentlicht. Im Oktober 2024 übernahm Mitratech Preparis, einen führenden Anbieter von Lösungen für die Geschäftskontinuitätsplanung und Notfallmaßnahmen. Der Inhalt wurde aktualisiert, um dem erweiterten Produktangebot von Mitratech, den Fortschritten in der Branche und den rechtlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen.