Sie sind neu in der Personalbeschaffung. Denn Sie sind ja eigentlich kein Personalbeschaffungsprofi. Der Kleinunternehmer, für den Sie arbeiten, verbringt 35–45 % seiner Arbeitszeit mit der Personalbeschaffung. Personalbezogene Unterlagen , Personalbeschaffung, Einstellung und Einarbeitung ... mit anderen Worten, sie fungieren gleichzeitig als Personalfachleute. Unabhängig davon, ob sie in Personalwesen geschult sind oder nicht, muss das Unternehmen dennoch die Arbeitsgesetze einhalten. Damit das Unternehmen wachsen kann, überträgt der Eigentümer Ihnen die Aufgaben im Personalwesen und in der Personalbeschaffung, damit er mehr Zeit für die Entwicklung des Unternehmens hat. Das Problem: Sie sind nicht geschult, Sie haben keine Erfahrung und Sie verfügen nur über begrenzte Ressourcen. Was können Sie als Nicht-Personalfachkraft tun, wenn Sie mit Aufgaben im Personalwesen betraut werden?
Nicht jeder kann Personalvermittler sein.
Eine erfolgreiche Personalbeschaffung hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem Verständnis von Soft und Hard Skills und deren Integration in die Unternehmensanforderungen. Das klingt zwar einfach, ist aber ein komplexer Balanceakt. Jeder Kandidat muss über die richtige Kombination aus Ausbildung oder Erfahrung und den richtigen Persönlichkeitsmerkmalen verfügen, um zum Unternehmen und zur Position zu passen. Angesichts der Tatsache, dass 52 % der Führungskräfte und Arbeitgeber die Einstellung und Bindung von Talenten als ihre größte Herausforderung bezeichnen, kann die Personalbeschaffung nicht einfach irgendjemandem überlassen werden. Mitarbeiter sind die größte Investition eines Unternehmens, daher reicht es nicht aus, sich nur auf LinkedIn zu verlassen, um effektiv zu rekrutieren.
Die besten Personalvermittler sind Experten im Bereich der Personalbeschaffung. Sie kennen den Bedarf der Branche an Fachkräften und wissen, wo sie diese spezifischen Talentpools finden können. Da sie sich der Schwankungen bei Angebot und Nachfrage von Fachkräften bewusst sind, können sie die Vorteile und Vergütungspakete des Unternehmens nutzen, um weiterhin qualifizierte Fachkräfte anzuwerben.
LinkedIn ist nicht das einzige Tool
Das soll nicht heißen, dass Sie LinkedIn nicht für Ihre Personalbeschaffung nutzen können – das können Sie durchaus. Es ist eine unverzichtbare Quelle für Talente. Allerdings kann es nicht das einzige Instrument sein, das Sie einsetzen. Die Erfahrungen während des Einstellungsprozesses können über den Abschluss eines Arbeitsvertrags mit einem Bewerber entscheiden. Unabhängig davon, ob der Bewerber eingestellt wird, kann ein persönlicher Umgang über die Nutzung von LinkedIn hinaus die Arbeitgebermarke beeinflussen. Möchten Sie, dass sich weiterhin qualifizierte Kandidaten bei Ihrem Unternehmen bewerben? 90 % der Kandidaten, die mit Respekt behandelt werden, würden andere dazu ermutigen, sich in Zukunft ebenfalls zu bewerben. Als wertvollstes Unternehmenskapital lässt sich Humankapital am besten finden, wenn Personalvermittler und Personalverantwortliche eine Kombination aus Technologie und Persönlichkeit einsetzen.
Tricks des Handwerks
Es gibt viele kleine Unternehmen, die keine eigene Personalabteilung haben. Das bedeutet, dass die Personalbeschaffung und -einstellung von Mitarbeitern übernommen werden muss, deren Aufgabenbereich nicht ausschließlich die Personalabteilung und die Personalbeschaffung umfasst. Selbst für unerfahrene Personalvermittler gibt es einige Tools, mit denen sich der Prozess der Talentakquise vereinfachen lässt.
- Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Botschaftern – Mitarbeiterempfehlungsprogramme (Employee Referral Programs, ERPs) sind eine unschätzbare Quelle für qualifizierte Bewerber. Mitarbeiter, die den Job und das Unternehmen kennen, empfehlen Kandidaten, die ihrer Meinung nach gut zu der Stelle passen würden.
- Nutzen Sie Jobbörsen – Die Kombination von Aggregator-Jobbörsen wie Indeed und Monster mit Nischen-Jobbörsen hilft Ihnen dabei, ein breites Netz auszuwerfen und gleichzeitig gezielt nach bestimmten Talenten zu suchen.
- Intern – Ein Ort, der bei der Einstellung neuer Kandidaten oft vergessen wird, ist Ihr aktueller Mitarbeiterstamm. Stellen Sie interne Kandidaten vor externen Kandidaten ein, da 60 % der externen Neueinstellungen mit höherer Wahrscheinlichkeit gekündigt oder entlassen werden und weitere 20 % mit höherer Wahrscheinlichkeit ihren Arbeitsplatz verlassen. Interne Beförderungen oder seitliche Versetzungen können ein hervorragendes Instrument sein, wenn Sie nicht über die Zeit oder die Ressourcen verfügen, um einen neuen Mitarbeiter einzuarbeiten.
- Qualität vs. Quantität – Nutzen Sie ein ATS, um Bewerberlebensläufe vorab zu filtern. So haben Sie mehr Zeit, qualifizierten Bewerbern die Qualität zu bieten, die sie erwarten. Opfern Sie nicht Qualität für Quantität. Berks & Beyond sagt:
„Aber wenn es um intelligentes Recruiting geht, kommt es wirklich auf die Qualität der Kandidaten an – nicht auf die Quantität.“ – Berks & Beyond ( @berskandbeyond )
Die Personalbeschaffung ist nicht für jeden geeignet. Die zunehmende Verbreitung von Online-Tools wie LinkedIn erweitert die Networking-Möglichkeiten für Bewerber. So hilfreich LinkedIn auch sein mag, es kann nicht das einzige Tool sein, das Sie einsetzen. Wenn Sie nur Rekrutierungstools verwenden, geht die menschliche Erfahrung verloren. Bei der Rekrutierung und Einstellung von Bewerbern ist eine persönliche Note erforderlich. Auch wenn es schwierig sein mag, sich von Ihrer bisherigen Tätigkeit zu lösen, mit ein wenig Hilfe von wichtigen Tools und einem Pool an Know-how schaffen Sie das. Mit ein wenig Hilfe von Trakstar Hire werden Ihre Rekrutierungs- und Einstellungsverfahren besser werden ... auch wenn Sie kein ausgebildeter Personalfachmann sind.
