Kurz nach der Bekanntgabe von Quest Diagnostics, dass 12 Millionen Patienten von einer Datenpanne betroffen waren, folgte LabCorp mit der Bekanntgabe einer eigenen Datenpanne, von der etwa 7,7 Millionen Verbraucher betroffen waren. Wie bei der Datenpanne bei Quest scheint das externe Inkassounternehmen American Medical Collection Agency (AMCA) das schwache Glied in der Kette zu sein.
Laut der bei der SEC eingereichten Meldung von LabCorp könnten die offengelegten Daten Namen, Adressen, Geburtsdaten und Kontostände von Kreditkarten oder Bankkonten enthalten haben, die Verbraucher AMCA zur Verfügung gestellt hatten. Obwohl die Untersuchung noch läuft, hat AMCA seine Webseite für Online-Zahlungen geschlossen, nachdem eine Sicherheitsfirma das Unternehmen auf eine mögliche Sicherheitslücke hingewiesen hatte.
Zwei ähnliche Verstöße wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gemeldet … aus derselben Quelle!
Was können Unternehmen wie LabCorp und Quest Diagnostics tun, um ihre Cyber-Resilienz zu verbessern und potenzielle Risiken durch Lieferanten wie diese besser zu erkennen? Hier sind drei Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen können:
1. Erhöhen Sie die Transparenz hinsichtlich der Cyberaktivitäten und Geschäftsrisiken Ihrer Lieferanten.
Die kontinuierliche Überwachung von Lieferantennetzwerken liefert sofortige Einblicke in Lieferantenrisiken, die als Grundlage für tiefergehende Bewertungen dienen können. Besonders hilfreich ist es dabei, nicht nur die Cyber-/Datenrisiken von Lieferanten zu betrachten, sondern auch ihre geschäftlichen und betrieblichen Risiken. Faktoren wie Umsatzmeldungen, Entlassungen und frühere Meldungen über Datenverstöße können beispielsweise Cybersicherheitsscans durch wichtige qualitative Kennzahlen ergänzen und gleichzeitig einen Hinweis auf mögliche zukünftige Risiken geben.
2. Durchführung umfassender, standardisierter Bewertungen auf der Grundlage interner Kontrollen
Informieren Sie sich unbedingt darüber, woraus sich die „Bewertungen“ und „Sicherheitsratings“ zusammensetzen, die bei Ihrer Überwachung verwendet werden. Ohne Zusicherung seitens des Anbieters liefern Bewertungen und Ratings nur einen begrenzten Einblick in das Risiko eines Anbieters; es findet keine echte Bewertung statt. Durch die regelmäßige Durchführung kontrollbasierter, standardisierter Bewertungen erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Datensicherheitspraktiken jedes Anbieters. Bei diesem Ansatz müssen Anbieter nachweisen, dass sie über die erforderlichen Praktiken und Richtlinien verfügen, um das Risiko von Datenverletzungen zu minimieren. Zu viele Datenverletzungen sind auf Kontrollmängel zurückzuführen. Daher müssen Sie sich eingehender mit dieser Sicherheitsbewertung befassen und prüfen, ob sie Aufschluss darüber gibt, wie ein Anbieter mit Ihren Daten umgehen würde.
3. Vereinheitlichung der kontinuierlichen Bewertungen und Überwachung für einen einzigen „Inside-Out/Outside-In”-Sicherheitswert
Die Kosten und der Zeitaufwand für die Durchführung gründlicher Lieferantenbewertungen steigen, während die Ressourcen für die Durchführung von Bewertungen (gelinde gesagt) begrenzt bleiben. Die Kombination von punktuellen Lieferantenbewertungen und kontinuierlicher Überwachung in einer einzigen, integrierten Plattform sorgt für maximale Transparenz, vereinfacht die Verwaltung und senkt die Gesamtbetriebskosten. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Weniger Anbieter von Lösungen für Drittanbieterrisiken zu verwalten
- Weniger Zeitaufwand für die Erfassung, Analyse und Behebung von Problemen bei der Lieferantenkontrolle
- Reduzierte Supportkosten
Die Prevalent-Plattform wird in der Einfachheit einer sicheren Cloud bereitgestellt und vereint automatisierte Lieferantenbewertungen, kontinuierliche Bedrohungsüberwachung und den Austausch von Beweismaterial – alles unterstützt durch fachkundige Beratungsdienste zur Optimierung Ihres Risikomanagementprogramms. Wenn Sie den Reifegrad Ihres Unternehmens im Bereich des Risikomanagements für Dritte beurteilen möchten oder Hilfe bei der Entwicklung eines Programms zur Verbesserung der Lieferantensicherheit benötigen, kontaktieren Sie uns noch heute.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde ursprünglich veröffentlicht auf Prävalent.net. Im Oktober 2024 übernahm Mitratech das KI-gestützte Risikomanagement für Dritte, Prevalent. Der Inhalt wurde seitdem aktualisiert und enthält nun Informationen, die auf unser Produktangebot, regulatorische Änderungen und Compliance abgestimmt sind.
