
Glassdoor hat kürzlich eine Studie über die Bewerbungsprozesse mehrerer Unternehmen veröffentlicht, die einige der anspruchsvollsten Bewerbungsverfahren anbieten. Der Bericht mit dem Titel „Die 25 Unternehmen mit den schwierigsten Bewerbungsprozessen” zeigt, dass fast die Hälfte der Unternehmen auf dieser Liste aus der Tech-Branche stammt.
Die führenden Technologieunternehmen wissen genau, wie prestigeträchtig diese Positionen sein können, weshalb ihre Einstellungsverfahren immer länger, schwieriger und detaillierter werden. Sie fügen weitere Interviewrunden hinzu, und es sieht so aus, als würden sich diese Hürden auf die Erfahrungen der Bewerber auswirken. Die drei Technologieunternehmen, bei denen die Vorstellungsgespräche am schwierigsten waren, nämlich ThoughtWorks, Google und Hubspot, erzielten eine durchschnittliche positive Bewerbererfahrung von etwa 66 %.
Top-Positionen im Technologiebereich sind äußerst umkämpft, ebenso wie die entsprechenden Einstellungsverfahren. Der gesamte Einstellungsprozess wird immer strenger. Die Vorauswahl ist mittlerweile sehr viel strenger geworden, gefolgt von mehreren Interviewrunden und endlosen Tests. Die Bewerber müssen auf schwierige Fragen, Problemlösungsaufgaben und Stresstests vorbereitet sein. Diese Technologieunternehmen führen Verhaltens- und Stressinterviews durch, um zu beurteilen, wie die Bewerber auf bestimmte Situationen und Druck reagieren.
Obwohl diese Unternehmen strenge Anforderungen an ihre Bewerber stellen, führen diese strengeren Einstellungsverfahren zu einer höheren Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit. Wenn Unternehmen mehrere Vorstellungsgespräche verlangen, gibt dies den Bewerbern ausreichend Zeit und Gelegenheit, mit den Mitarbeitern in Kontakt zu treten, sich ein Bild von der Unternehmenskultur zu machen und ehrliche Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Diese längeren und gründlicheren Verfahren scheinen darauf abzuzielen, sicherzustellen, dass sowohl der Arbeitgeber als auch der Bewerber gut zueinander passen.
Hier sind einige Erkenntnisse aus der Umfrage:
- Auf Platz 5 rangierte Bain and Company als einziges Unternehmen auf der Liste mit einer negativen Kandidatenerfahrung von 0 %. Beeindruckend!
- Pay.com hatte mit 52 % die höchste negative Bewerbererfahrung, wobei nur 35 % der Bewerber eine positive Erfahrung angaben.
- Es überraschte uns nicht, dass Facebook mit einer Bewertung von 4,8 von 5 Punkten die höchste Mitarbeiterzufriedenheit verzeichnete.
- Avaya erzielte mit 2,9 die niedrigste Punktzahl bei der Mitarbeiterzufriedenheit.
- BlackRock und Pay.com setzen weiterhin auf einen zügigen Bewerbungsprozess mit einer durchschnittlichen Dauer von 12 Tagen.
- TeachForAmerica nimmt sich gerne Zeit für den Bewerbungsprozess, der im Durchschnitt fast zwei Monate (55 Tage) dauert.
Obwohl dies einige interessante Zahlen sind, konnten wir keine nennenswerten Korrelationen feststellen. Dinge, die wir vielleicht erwartet hätten, wie beispielsweise ein Zusammenhang zwischen einer geringeren durchschnittlichen Dauer des Bewerbungsprozesses und einer positiven Kandidatenerfahrung, waren nicht vorhanden. Dies zeigt nur, dass jedes Unternehmen seinen Einstellungsprozess auf seine eigenen spezifischen Bedürfnisse zuschneiden muss. Es gibt keine magische Anzahl von Tagen für den Bewerbungsprozess und kein Geheimrezept für eine positive Kandidatenerfahrung. Die Schaffung einer maßgeschneiderten Erfahrung, die sowohl das Unternehmen als auch den Kandidaten berücksichtigt, ist der richtige Weg bei der Personalbeschaffung und -einstellung.
