Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde ursprünglich auf ciodive.com veröffentlicht.

Generative KI steht kurz davor, die Softwareentwicklung zu verändern, aber CIOs können den Mitarbeitern den Übergang erleichtern, indem sie die Technologie in ihre täglichen Aufgaben integrieren.

Führungskräfte sollten Ziele und Kennzahlen klar definieren, Schulungen anbieten und während des gesamten Einführungsprozesses für offene Kommunikationswege sorgen, empfiehlt Forrester.

Unternehmen, die die Bereitstellung überstürzen, gehen Risiken ein, die über eine Verschlechterung der Entwicklererfahrung hinausgehen, darunter Sicherheitsprobleme, Leistungsprobleme, Rechtsstreitigkeiten und unzusammenhängende Teams.

„Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass es sich um eine Unterstützung für Entwickler handelt und nicht um einen Ersatz“, erklärte Andrew Cornwall, Senior Analyst bei Forrester, gegenüber CIO Dive. Es wird erwartet, dass einige Unternehmen sich diesem Trend widersetzen und versuchen werden, ihre Entwicklerzahl als Reaktion auf die durch KI erzielten Produktivitätssteigerungen zu reduzieren, aber Cornwall sagte: „Ich glaube, dass sie damit scheitern werden.“

In den Augen von CIOs und Technikteams ist die Softwareentwicklung ein vorrangiges Ziel für die Implementierung generativer KI.

„Seit einigen Jahren beschäftigen sich Entwickler mit Themen wie Kraft-Wärme-Kopplung“, sagte Cornwall. „Unternehmen, die keine entsprechenden Mechanismen anbieten, haben Entwickler, die ihre eigenen mitbringen.“

Der unkontrollierte Einsatz von KI kann Unternehmen gefährden. Traditionelle Schatten-IT ist seit langem ein Fluch für Unternehmen, aber die Zugänglichkeit beliebter Modelle hat dazu geführt, dass Organisationen in diesem andauernden Kampf an Boden verloren haben. Mehr als drei Viertel der Mitarbeiter geben zu, KI-Tools zu verwenden, die nicht von ihrem Arbeitgeber genehmigt wurden, wie aus einem im Mai veröffentlichten Bericht von Microsoft und LinkedIn hervorgeht.

„Das stellt eine erhebliche Herausforderung dar, nicht zuletzt in Bezug auf Datenschutz und Datenintegrität“, erklärte Thomas Humphreys, Compliance-Experte und Content Manager beim Drittanbieter für Risikomanagement Prevalent, gegenüber CIO Dive. „Die Datenschutzrisiken können potenziell sehr gravierend sein.“

Der Schatten-KI-Effekt

CIOs können Schatten-KI bekämpfen, indem sie Beschaffungs- und Überprüfungsprozesse aktualisieren, Schutzmaßnahmen einführen und Richtlinien für die akzeptable Nutzung fördern. Unternehmen, die sich frühzeitig darauf einstellen, werden ihre Mitarbeiter für den späteren Erfolg rüsten.

Laut einer Studie von Gartner werden KI-gestützte Codierungstools in den nächsten vier Jahren in Unternehmen voraussichtlich weit verbreitet sein. Das Analystenunternehmen prognostiziert, dass bis 2028 etwa drei Viertel aller Softwareentwickler KI-Codierungsassistenten in ihre Arbeitsabläufe integrieren werden. Dies ist ein erheblicher Anstieg gegenüber dem Anteil von 10 % der Unternehmensentwickler, die diese Tools Anfang letzten Jahres nutzten.

Generative KI wird jedoch mehr als nur das Programmieren beeinflussen, so Cornwall. „Das Schreiben von Code nimmt einen Teil der Arbeitszeit von Entwicklern in Anspruch, aber es ist kein großer Teil.“

Laut einer Studie von Forrester können Entwickler generative KI nutzen, um Codebasen zu interpretieren, bei der Fehlersuche zu helfen, Onboarding-Prozesse zu verbessern, Programmiersprachen zu übersetzen und Testprozesse zu beschleunigen.

Da KI-Tools in Entwickler-Communities immer mehr an Bedeutung gewinnen, gibt es Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit der Mitarbeiter und ihres Qualifikationsniveaus. Laut einem Docker-Bericht vom April sind Junior-Backend- und Full-Stack-Entwickler im Durchschnitt fast doppelt so stark auf KI-Tools angewiesen wie erfahrenere Ingenieure.

„Wir werden möglicherweise eine Unterbrechung in der Pipeline neuer Entwickler erleben, denn wenn ich mit ein paar erfahrenen Entwicklern und ein paar Entwicklern der mittleren Ebene so produktiv bin, wie ich nur sein kann, warum sollte ich dann Junior-Entwickler einstellen, die schlechten Code schreiben können, wenn ich das auch von einer generischen KI erledigen lassen kann“, sagte Cornwall.

Andererseits, so Cornwall, setzen einige Unternehmen Junior-Entwickler gemeinsam mit KI für Routineaufgaben ein. So oder so könnte es laut Cornwall in Zukunft zu einer Kluft zwischen Senior- und Junior-Entwicklern kommen.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Prevalent.net veröffentlicht. Im Oktober 2024 übernahm Mitratech das KI-gestützte Risikomanagement für Dritte, Prevalent. Der Inhalt wurde seitdem aktualisiert und enthält nun Informationen, die auf unser Produktangebot, regulatorische Änderungen und Compliance abgestimmt sind.