Das Konzentrationsrisiko wird innerhalb mehrerer Branchen als die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes aufgrund einer großen Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter, einem geografischen Gebiet oder einem Anlageportfolio akzeptiert.
Kreditinstitute befassen sich seit Jahren mit dem Konzentrationsrisiko, weil sie befürchten, dass die Kreditvergabe an einzelne Kreditnehmer oder innerhalb einer Branche zu hoch ist, und berechnen eine "Konzentrationsquote". In groben Zügen? Die weniger vielfältiger Kreditportfolio eines Kreditgebers ist, desto höher sein Konzentrationsrisiko.
Doch das Konzentrationsrisiko hat im Rahmen des Lieferantenrisikomanagements (Vendor Risk Management, VRM) eine ganz besondere Bedeutung. Ihr Unternehmen könnte nicht mehr in der Lage sein, seine Geschäfte zu führen, wenn der Betrieb oder die Lieferkette durch eine Komponente einer größeren Maschine gestört wird. Wie kann Ihr Unternehmen das Konzentrationsrisiko bewältigen?
Beispiele für das Konzentrationsrisiko
Sie müssen sich der verschiedenen Arten von Konzentrationsrisiken bewusst sein, um ein effektives VRM-Programm zu entwickeln. Erweitern Sie den Fokus Ihres Unternehmensrisikomanagements, um diese Formen des Konzentrationsrisikos bei Lieferanten zu erkennen und zu steuern:
- Vertrauen in einen einzigen Anbieter, z. B. die Nutzung eines einzigen Anbieters für die gesamte Einlagen- und Kreditverarbeitung, das Treuhandwesen, das digitale Banking und die gewerbliche Kreditvergabe.
- Das Risiko der Vermögenskonzentration, wenn Anleger sich zu sehr auf eine einzige Anlage oder ein Portfolio aus verschiedenen Arten von Wertpapieren und Anlageklassen verlassen, kannlaut der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) durch Investmentfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) erreicht werden.
- Geografische/sektorale Konzentration Ihres hohen Klumpenrisikos oder Ihrer kritischen Lieferanten, die sich daraus ergeben kann, dass sich ein Dritter in einer Region befindet, die von geopolitischen, wetterbedingten oder zivilen Unruhen betroffen ist.
- Das Risiko der Konzentration auf vierte Parteien ergibt sich aus der Nutzung der Bestände mehrerer Lieferanten, die alle ihre Dienstleistungen und Produktion an dieselben vierten Parteien auslagern.
- Ein Kreditkonzentrationsrisiko besteht, wenn Kredite an einen bestimmten Wirtschaftszweig oder eine bestimmte Unternehmensgruppe vergeben werden, die sich verlangsamt haben, was für Banken und Finanzinstitute besonders riskant ist.
Unternehmen sollten ein akzeptables Maß an Risikokonzentration festlegen. Diese "Risikobereitschaft" wird vom Vorstand und der Geschäftsleitung festgelegt, die Richtlinien für die Begrenzung des Konzentrationsrisikos erarbeiten. Der Vorstand sollte bei der Festlegung solcher Grenzen die Strategie des Unternehmens, die wirtschaftlichen Bedingungen und die Höhe des Nettovermögens berücksichtigen.
VRM-Lösungen können helfen, Konzentrationsrisiken zu erkennen und zu verringern
Das beste Mittel zur Beherrschung des Konzentrationsrisikos ist die Diversifizierung Ihrer Lieferanten. Aber wie können Sie die notwendigen Daten für die Umsetzung eines solchen Plans sammeln?
Nutzen Sie eine VRM-Lösung, die über Tools zur Anbieteranalyse für die Verwaltung und Minderung von Konzentrationsrisiken verfügt. Dies wird Ihnen helfen, die Vorgaben Ihrer Aufsichtsbehörden, einschließlich der FINRA, zu erfüllen. Eine Lösung sollte die Erstellung von Berichten mit Antworten auf Fragebögen beinhalten, die in hohem Maße konfigurierbar sind und auf jeden einzelnen Anbieter bezogen werden können.
Leider sind Fragebögen auf die Ehrlichkeit und Genauigkeit menschlicher Einschätzungen angewiesen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Ihre Drittanbieter nicht einmal alle ihre Lieferanten kennen oder nicht über die notwendigen Informationen über sie verfügen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Fragebögen zuverlässig sind, sollten Sie eine VRM-Lösung wählen, die auch Scorecards mit einer Reihe von Fragen zur Business Impact Analysis anbietet. BIA-Bewertungen geben Aufschluss über das Risiko der Zusammenarbeit mit jedem Anbieter, der für Ihr Unternehmen wichtig ist. Anbieter mit einer hohen BIA-Bewertung sind die Anbieter, die Sie genauer überwachen müssen, um ihre Fähigkeit zur Aufrechterhaltung des Betriebs zu beurteilen.
Eine Karte mit geografischen Konzentrationsrisiken kann auch kritische Standortdaten und Dokumentationen für Anbieter identifizieren und sammeln. Besonders nützlich sind benutzerdefinierte und vorgefertigte Berichtsfunktionen, mit denen Sie kritische Daten an Ihre bestehenden VRM-Nachverfolgungsmaßnahmen anhängen können.
Schützen Sie Ihr Lieferantennetzwerk vor Konzentrationsrisiken
Unternehmen wenden sich an VRM-Softwarelösungen, die Funktionen zur Ermittlung des Konzentrationsrisikos sowie analytische Flexibilität bieten, um neue Einblicke in die Lieferantenbeziehungen zu erhalten. Eine automatisierte, integrierte und vereinfachte VRM-Lösung stellt sicher, dass Ihr Unternehmen nicht alles auf eine einzige - und potenziell anfällige - Karte setzt.
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